Osterknochen – Kurzfassung

Merlins stärkste Interessen
kreisen um das Thema Fressen.
Knochen sind sein höchstes Glück
und für ihn der Wahnsinns-Kick. Wieder einmal ist’s soweit
und es naht die Osterzeit.
Aus dem Sack dort in der Küche
dringen köstliche Gerüche.
Doch für Merlin, den Filou,
ist die Küche streng tabu,

Dann ist Ostersonntag-Morgen.
Merlin späht voll banger Sorgen
durch die Tür … Der Sack ist fort.
Nichts steht mehr beim Bratrohr dort.
Doch was ist das? Welcher Duft
liegt da plötzlich in der Luft?
Nein, er hat sich nicht verrochen:
Denn im Garten liegen Knochen!
Was er weniger goutiert:
Frauchen hat sie dekoriert
und gemäß der Osterfeier
koloriert wie Ostereier.

„War der Osterhase da?“
Frauchen schwenkt die Kamera,
um sie auf den Hund zu richten
und den Guten abzulichten.
Doch für Frauchens Knipserei
ist der Gauner viel zu high.
Erst mal muss er Frauchen küssen
für die guten Leckerbissen
und er springt ihr an die Nase:
„Danke, lieber Osterhase!
Frauchen, derart abgeschleckt,
ist von Kopf bis Fuß verdreckt.

Fazit:

Darf dein Hund nach Knochen buddeln,
wird er erstens sich beschmuddeln,
und dich zweitens, hingerissen,
voller Freude küssen müssen.
Wetten? Dieser Liebesrausch
zwingt auch dich zum Kleidertausch!

© Hannelore Nics, Wien
Dieses, ebenso weitere Gedichte  und Geschichten gibt es in ihrem Buch: „Gassi Impressionen

 

 

 

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